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16:00
Unter Schnee D 2011, 103 min Regie: Ulrike Ottinger
"... Im japanischen Echigo liegt der Schnee oft bis in den Mai hinein meterhoch und bedeckt Landschaft und Dörfer. Seit Jahrhunderten haben sich die Bewohner darauf eingerichtet. Um ihre ganz eigenen Formen des Alltags, der Feste und religiösen Rituale festzuhalten, hat sich Ulrike Ottinger ins mythische Schneeland begeben – und mit ihr zwei Kabuki-Darsteller. In den Rollen der Studenten Takeo und Mako folgen sie den Spuren Bokushi Suzukis, der Mitte des 19. Jahrhunderts sein außergewöhnliches Buch "Schneeland Symphonie" verfasste.
Die drei Elemente Kabuki, Poesie und Wirklichkeit des Schneelandes verbinden sich mit der Musik von Yumiko Tanaka zu einem bildkräftigen und bewegenden Film.. ..."
Wir zeigen Ihnen diesen Film auch am: 2., 6. Februar um 18:45 Uhr 3., 4. Februar um 16:00 Uhr 5. Februar um 17:15 Uhr 7. Februar um 18:00 Uhr
17:45
Der Fall Chodorkowski (Ходорковский) D 2011, 111 min, OmdU. Regie: Kirill Tuschi
"Mikhail Chodorkowski, der bis dato mächtigste Oligarch der Welt und einst überzeugter Sozialist, wurde von Präsident Putin zum Staatsfeind Nummer eins erklärt. Wie konnte aus dem reichsten Russen der berühmteste Häftling Russlands werden? Warum kehrte er von einer Geschäftsreise nach Russland zurück, obwohl er wusste, dass er verhaftet werden würde? Und wie hängen Vladimir Putin, Präsident Bush, Ex- Außenminister Fischer, Litwinenkos Vergiftung und die Verhaftung des neuen russischen Staatsfeindes zusammen? An Chodorkowski scheiden sich die Geister - für die einen ist er ein charismatisches Phantom, ein Opfer, ein politischer Hoffnungsträger in ferner Zukunft, für die anderen ein Landesverräter. Doch was ist wirklich passiert?."
Wir zeigen Ihnen diesen Film auch am: 15. Januar um 20:45 Uhr 17., 18. Januar um 21:15 Uhr 22., 23. Januar um 21:30 Uhr 29., 30. Januar um 21:00 Uhr 3., 4. Februar um 17:45 Uhr 5. Februar um 21:30 Uhr
19:45
Faust RUS 2011,134 min, OF (deutsch) Regie: Aleksandr Sokurow Venedig 2011 - Goldener Löwe für den besten Film
"Es gibt Filme, die dich zum Träumen, zum Weinen, Lachen und Nachdenken bringen, und es gibt Filme, die dein Leben für immer verändern. Dies ist einer dieser Filme." (D.Aronofsky)
Der Gewinner des goldenen Löwen in Venedig 2011, Alexander Sokurows FAUST, ist nicht nur die Verfilmung von Goethes Klassiker, sondern auch eine radikale Neuinterpretation des Mythos.
".... Hitler, Lenin, Hirohito und - nun das? Im Katalog der "Mostra" erklärt der russische Regisseur seinen "Faust"-Film zum vierten Teil seiner Filmreihe über Diktatoren des 20. Jahrhunderts. Seine (freie) Adaption von Goethes zweiteiliger Tragödie soll diese "Tetralogie um die Natur der Macht" nun komplettieren. Dass den drei realen Diktatoren nun eine fiktive Figur aus dem späten 18. und 19. Jahrhundert (die wiederum auf einer volkstümlichen sagenhaften Gestalt beruht) zur Seite gestellt wird, scheint vielleicht nicht gerade konsequent, ist letztlich aber doch schlüssig: Im "Faust"-Mythos, einem der großen Mythen der anbrechenden Moderne, ist das als Nukleus angelegt, was Sokurov in seiner Trilogie um die Diktatoren der 20. Jahrhunderts als Menetekel ausgemacht hat: Die Faust-Figur steht für das Streben des Individuums nach "Gottgleichheit", nach grenzenloser Erkenntnis und Macht, für den Bruch mit dem unhinterfragten Glauben an sein Aufgehen und Aufgehobensein in einer größeren, göttlichen Ordnung - einerseits die Voraussetzung für den in der Aufklärung in Angriff genommenen "Ausbruch aus der selbst gewählten Unmündigkeit" des Menschen, andererseits aber auch der erste Schritt hin zu der pathologischen Maßlosigkeit und dem Verlust des Bewusstseins der eigenen Grenzen, die Sokurov an den Diktatoren des 20. Jahrhunderts diagnostiziert hat: Wenn der Wille des Einzelnen sich verabsolutiert, liegt darin eine tödliche Gefahr. […] Obwohl von einem russischen Filmemacher inszeniert, ist die Sprache des Films Deutsch: Goethes Verse werden herbeizitiert, auseinandergenommen, von einer Figur auf die andere übertragen, modifiziert und erweitert. Ein Gefühl von dramaturgischer Strukturierung, von einzelnen Akten, geht einem dabei verloren, stattdessen zieht einen der Film in sich ausbreitende visuelle und erzählerische Kreise hinein, die sich von Fausts Wohnung aus ausbreiten über die Stadt, zu deren Rändern, wo sich Gretchens Haus statt in einem Garten in einen unheimlichen Wald befindet, bis schließlich in unbewohnte Wildnis, ins Gebirge, zu Eisfeldern und Geysiren. Ein Weg in die Freiheit? Ein Weg ins Nichts? Sokurov stellt in diesem Film mehr Fragen an "Faust", als er Antworten gibt. (Filmdienst, September 2011) ..."
Wir zeigen Ihnen diesen Film auch am: 23., 24., 25., 26., 27. Januar um 19:15 Uhr 28., 29. Januar um 18:30 Uhr 30., 31. Januar um 18:45 Uhr 1. Februar um 18:45 Uhr 2. Februar um 20:30 Uhr 3., 4. Februar um 19:45 Uhr 5. Februar um 15:00 Uhr 6. Februar um 20:30 Uhr 7. Februar um 18:30 Uhr
22:00
Wyssozki - Danke, für mein Lebenr RUS, 2011, OmdU Regie: Piotr Buslow Mit Oksana Akinshina, Andrej Smoljakow, Iwan Urgant, mehr
"Der Sänger, Lyriker und Schauspieler Wladimir Wyssozki ist in den 70er Jahren der berühmteste Mann in der Sowjetunion. Millionen Menschen kennen seine Lieder, die Verbreitung seiner Musik ist jedoch untersagt, seine Konzerte illegal. In seinen nicht-veröffentlichten Texten prangert Wyssozki u.a. von der Regierung verschwiegene Missstände wie Prostitution und Drogenkonsum an. Selbst vom Drogenkonsum geschwächt macht sich der Musiker auf, zu der abgesagten Tournee anzutreten. Er ahnt aber nicht, dass der KGB in Kooperation mit dem Konzertveranstalter ihm bereits eine Falle gestellt hat… Details » Der Film behandelt eine wahre Episode aus Wyssozkis Lebensgeschichte und wird in Russland von Kinofans und Wyssozki-Anhängern mit Spannung erwartet. Auch das deutsche Publikum darf sich auf einen tiefen Einblick in das Leben des sowjetischen Idols freuen. "
Wir zeigen Ihnen diesen Film auch am: 20., 21., 22., 27. Januar um 17:00 Uhr 28., 29. Januar um 15:00 Uhr 3., 4., 7. Februar um 22:00 Uhr 5. Februar um 19:15 Uhr
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